„Long-hu bau he she“- könnte das Motto des diesjährigen Kataevents für Kinder und Jugendliche in unserem Verein heißen. Genau eine Woche nach dem Kata-Tag der Erwachsenen fand im Dojo mit 32 Teilnehmern ein Lehrgang für den Jugendbereich unseres Vereins statt.
Malte, Fiona, Frederika, Leni, Türk und Ich hatten einiges vorbereitet.
Die erste Gruppe hat sich mit „Long-hu bau he she“ beschäftigt. Was das bedeutet? Es klingt fremd und ist es für uns Karateka doch nicht. Es sind einfach die chinesischen Namen der Karatetiere in der Reihenfolge, in der wir uns damit beschäftigt haben. Vom Drachen zum Tiger und dann über den Leopard und Kranich zur Schlange.
Wir haben mit viel Schweißeinsatz erspürt, welche Fähigkeiten und Techniken die fünf tierischen Kämpfer uns anbieten. Danach haben wir überlegt wie wir sie sinnvoll in eine Reihenfolge bringen können, um daraus eine kleine Lehrform, also Kata, zu machen.
„Der Leopard findet die Lücke“

„Der Kranich tritt zu.“

„Die Schlange beißt.“

Um nicht nur Luft zu bewegen, haben wir auch am Partner und viel an der Pratze trainiert.

Am Ende der zwei vollgepackten Stunden saß unsere kleine Kata „Long-hu bau he she“ und die kleinen Karateka konnten zurecht zufrieden mit sich sein.

Im Anschluß übernahm Türk die zweite Gruppe.


Nach einer kurzen Begrüßung ging es zum erwärmen auch schon mit ordentlich dynamischen Bewegungs- und Koordinationsspielen los. Das Thema der zweiten Gruppe waren die Kata „Geki Sai Ich“ und „Geki Sai Ni“. Türk zeigte sehr schnell auf, dass es keinen Grund gibt, diese beiden Kata aufgrund ihrer frühen Positionierung auf dem Karateweg gering zu schätzen. Er ging gründlich auf einzelne wichtige Aspekte der Kata ein.

Dazu wurden die Kata gelaufen und einzelne Passagen wiederholt.

Danach begann Türk das Laufen der Kata „Geki Sai Ich“ auf einer Linie vorzubereiten. Dazu wurde der Ablauf einmal als Angreifer und als „Kataläufer“ geübt, bevor es im letzten Schritt daran ging sich mit dem Partner an diesen Drill heran zu wagen.

Auch hier waren die zwei Stunden Trainingszeit gut gefüllt. Die Geki Sai Ich und Ni auf einer Linie wird uns in den nächsten Monaten im Training noch häufiger begegnnen. Sie ist eine sehr gute Möglichkeit um das Kihon Ippon Kumite zu üben.
Auch in Türks Einheit gab es wieder mehrere „Long-hu bao he she“ Momente. Immer dann wenn du Bekanntes in einer ganz neuen Perspektive siehst und feststellst, dass da noch so viel mehr ist.
Als letzter Teil wartete auf die Oberstufe noch eine Einheit in der wir uns mit dem Bunkai der Kata beschäftigt haben. Dazu haben wir die Geki Sai in Sequenzen zerlegt und am Partner und an der Pratze überprüft, was wir aus der Kata ziehen können.

In der nächsten Stufe haben wir
unsere Technik beim Bruchtest geübt.

Und zum Schluß alles in einen „Bunkaiparcour“ zusammen geführt. Von der Pratze, zum Bruchtest, weiter an die Handpratze, für 20 Sekunden auspowern an Otto und als Abschluß steht Maurice im Vollschutzanzug vor dir. Wir hatten Spaß und darüber hinaus waren wir nach zwei Stunden sehr gut am dampfen.

Damit endete der Seelzer Kata-Tag für Kinder- & Jugendliche 2025. Wir haben gemeinsam Grundlagen und Technik geübt, sowie uns ganz vorsichtig in Richtung Anwendung bewegt.
Ein paar Videos mit Inhalten werden wir in naher Zukunft über die Signalgruppen der Trainingsgruppen veröffentlichen.
Wir hatten wahnsinnig viel Spaß und ich bedanke mich bei Leni, Frederika, Fiona, Malte, Maurice und natürlich Türk für euren großen Beitrag zum guten Gelingen!
Vielen Dank auch an die Eltern, die mit ihren Spenden unser KCS Obst- und Gemüsebuffet noch mit Laugengebäck und Keksen abgerundet haben.
Wir sehen uns im Dojo.
Ingo