"Sitzen drei Mann in einem Auto, sagt der eine ..." . So in etwa könnte ein schlechter Witz beginnen und genauso ist der 1. Seelzer Kata-Tag aus der Taufe gehoben worden. Auf der Fahrt zum Goju-Ryu Lehrgang 2016 nach Rheine brachte Jan das Gepräch darauf, dass wir zwar gerne zu Lehrgängen fahren, aber dass wir, durch den Besuch von vielen Lehrgängen, mittlerweile über ein Wissen verfügen, selbst einen Lehrgang auszurichten, nur mit unseren eigenen Trainern. Im weiteren Gespräch, neben Jan saßen noch Silvio und Klaus im Auto, wurde ein Konzept erdacht, was gestern zu 100 % umgesetzt wurde. Für eine Kata ein rundum sorglos Paket oder kurz Seelzer Kata-Tag.

Die Vorbereitung :
So einen Lehrgang macht man ja nicht ganz uneigennützig. Der Gewinn für unsere Karateka liegt, neben dem Lehrgang als solches, darin, dass die Lehrgangsthemen im Oberstufentraining geübt wurden und diese dort auch ihren Feinschliff bekamen. Wir haben uns also nicht einen ganzen Tag mit der Kata Seisan beschäftigt, wir haben uns seit den Sommerferien einmal die Woche mit dieser Kata und ihren Inhalten auseinander gesetzt und die Trainer natürlich noch mehr.

Der Lehrgang :
Um 10:00 Uhr am Samstag ging es los und wir waren hoch erfreut, dass neben den 35 Karateka aus unserem Dojo auch 15 Karateka aus befreundeten Dojos Interesse an dem Lehrgangsthema hatten. Nach der Begrüßung, mit Vorstellung der Trainer, durch unseren 1. Vorsitzenden Thomas ging es, wie im Zeitplan vorgesehen um 10:15 Uhr los. Die Vorbereitung hatte gezeigt, dass der vorgegeben Zeitplan eine hohe Disziplin bei der Vermittlung der  Inhalte erfordert.

Den Auftakt machte zum einen das Trainerteam Thomas und Tutti mit dem Inhalt, den Ablauf der Kata zu vermitteln und zum anderen Andy mit dem Inhalt die Kata aus der Wettkampfsicht zu beleuchten. Auch wenn die Kata Seisan eine eher kurze Kata ist, ist eine Stunde Zeit für diese Aufgabe schon sehr sportlich. Nach einer viertel Stunde Pause ging es dann mit dem "Flow-Drill" zur Kata Seisan weiter. Das Trainerteam Barbara und Klaus stellten die Kata als "Dauerpartnerübung" vor. So mancher Kopf rauchte, denn es ist nicht einfach, sich einen so langen Ablauf zu merken.

 

Für die anschließende Mittagspause hatten Dana, Andrea und Peter leckeren Speis und Trank vorbereitet, der von den fleißig Trainierenden dankbar an bzw. eingenommen wurde. Nach der Mittagspause ging es dann zur Sache. Das Bunkai zur Kata, vorgestellt vom Trainerteam Martin und Torsten, unterstrich den hohen Wert dieser Kata für Selbstverteidigung. Die letzte Trainingseinheit des Tages wurde von dem Trainerteam Silvio und Jan geleitet. Die beiden, brachten die vorher geübten Bunkai auf den Punkt. Das heißt, in dieser Einheit wurden die vitalen Punkte als Ziel der Technik erklärt und auch die Wirkung gezeigt. Eine schmerzhafte aber lehrreiche Geschichte, die unbedingt zu der Kata und dem Verständnis von ihr dazu gehört.

Danach war dann Schluss. Die Rückmeldungen, die wir bekommen haben, waren ebenso positiv wie unser eigener Eindruck. Und so blieb am Ende ein Trainerteam, welches glücklich und mehr als zufrieden war mit dem Verlauf des Lehrganges, das sich gefreut hat über die motivierten Lehrgangsteilnehmer und das selbst eine Lernatmosphäre geschaffen hat, die man als locker und feundschaftlich bezeichnen kann und die man nur erzeugen kann, wenn man mit Spaß und Herz bei der Sache ist.

Fortsetzung folgt im Jahr 2018.